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Georg Philipp Telemann
Cantata TVWV 1:630
Gleichwie der Regen und Schnee
Original German Text

Number in Telemann Vokal Werke Verzeichnis Catalogue: TVWV 1:630
Title: Gleichwie der Regen und Schnee
Cycle: Geistliches Singen und Spielen (1710/1711)
First performance: February 8, 1711
Text written by: Erdmann Neumeister
Text published: 1711
Event: 2. Sonntag vor der Passionszeit / Dominica Sexagesimae (Sexagesima Sunday)

Transcription

Version in modern German



Esa. LV. v. 10. 11.
Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt/und nicht wieder dahin kommet/sondern feuchtet die Erde/und macht sie fruchtbar und wachsend/daß sie gibt Saamen zu säen/ und Brodt zu essen. Also soll das Wort/so aus meinem Munde gehet/auch seyn/es soll nicht wieder zu mir leer kommen/ sondern thun/das mir gefället/und soll ihm gelingen/dazu ichs sende.

1. Dictum

Jesaja, 55,10-11
Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt, und nicht wieder dahin kommet, sondern feuchtet die Erde, und macht sie fruchtbar und wachsend, dass sie gibt Samen zu säen, und Brot zu essen. Also soll das Wort, so aus meinem Munde gehet, auch sein, es soll nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefället, und soll ihm gelingen, dazu ichs sende.



Mein GOtt/ hier wird mein Hertze seyn/
Ich öffne dirs in meines JEsu Nahmen.
So sträue deinen Saamen
Als in ein gutes Land hinein.
Mein GOtt/ hier wird mein Hertze seyn.
Lass solches Frucht/ und hundertfältig/ bringen.
O HErr/ HErr / hilff ! O HERR ! laß wohlgelingen.

2. Rezitativ

Mein Gott, hier wird mein Herze sein,
Ich öffne dirs in meines Jesu Namen.
So streue deinen Samen
Als in ein gutes Land hinein.
Mein Gott, hier wird mein Herze sein.
Lass solches Frucht, und hundertfältig, bringen.
O Herr, Herr, hilf! O Herr! lass wohlgelingen.



Du wollest deinen Geist und Krafft
zum Wort geben.
Erhör uns lieber HErre GOtt.
Nur wehre/treuer Vater / wehre/
Dass mich und keinen Christen nicht
Des Teufels Trug verkehre.
Sein Sinn ist gantz dahin gericht/
Uns deines Wortes zu berauben/
Mit aller Seeligkeit.
Den Satan unter unsere Füsse treten.
Erhör uns lieber HErre GOtt.
Ach ! viel verleugnen Wort und Glauben/
Und fallen ab wie faules Obst/
Wenn sie Verfolgung sollen leiden.
So stürzen sie in ewig Hertzeleid/
Da sie ein zeitlich Weh vermeiden.
Und uns fuer des Türcken und des
Pabsts grausamen Mord und Laesterungen/Wüten und Toben / vaeterlich behüten.
Erhör uns / lieber HErre GOtt.
Ein andrer sorgt nur für den Bauch/
Inzwischen wird der Seele gantz vergessen.
Der Mammon auch
hat vieler Hertz besessen.
So kan das Wort zu keiner Krafft gelangen.
Und wie viel Seelen hält
Die Wollust nicht gefangen ?
So sehr verführen sie die Welt !
Die Welt / die ihnen muss an statt des Himmels stehen/
Darüber sie vom Himmel irre gehen !
Alle Irrige und Verführte wieder bringen.
Erhör uns/ lieber HErre GOtt.

3. Chor

Du wollest deinen Geist und Kraft
zum Wort geben.
Erhör uns lieber Herre Gott.
Nur wehre, treuer Vater, wehre,
Dass mich und keinen Christen nicht
Des Teufels Trug verkehre.
Sein Sinn ist ganz dahin gericht,
Uns deines Wortes zu berauben,
Mit aller Seligkeit.
Den Satan unter unsere Füße treten.
Erhör uns lieber Herre Gott.
Ach ! viel verleugnen Wort und Glauben,
Und fallen ab wie faules Obst,
Wenn sie Verfolgung sollen leiden.
So stürzen sie in ewig Herzeleid,
Da sie ein zeitlich Weh vermeiden.
Und uns für des Türken und des
Pabsts grausamen Mord und Lästerungen, Wüten und Toben, väterlich behüten.
Erhör uns, lieber Herre Gott.
Ein andrer sorgt nur für den Bauch,
Inzwischen wird der Seele ganz vergessen.
Der Mammon auch
hat vieler Herz besessen.
So kan das Wort zu keiner Kraft gelangen.
Und wie viel Seelen hält
Die Wollust nicht gefangen?
So sehr verführen sie die Welt!
Die Welt, die ihnen muss an statt des Himmels stehen,
Darüber sie vom Himmel irre gehen!
Alle Irrige und Verführte wiederbringen.
Erhör uns, lieber Herre Gott.



Mein Seelen = Schatz ist GOttes Wort/
Ausser dem find alle Schätze/
Solche Netze/
Welche Welt und Satan stricken/
Schnöde Seelen zu berücken.
Fort mit allen fort / nur fort /
Mein Seelen = Schatz ist GOttes Wort.

4.

Mein Seelenschatz ist Gottes Wort,
Außer dem find alle Schätze,
Solche Netze,
Welche Welt und Satan stricken,
Schnöde Seelen zu berücken.
Fort mit allen fort, nur fort,
Mein Seelenschatz ist Gottes Wort.



Ich bitt / O HERR / aus HertzensGrund/
Du wollst nicht von mir nehmen
Dein heil'ges Wort aus meinem Mund/
So wird mich nicht beschämen
Mein Sünd und Schuld /
Denn in dein Huld
Setz ich all mein Vertrauen:
Wer sich nur fest darauf verläst/
Der wird den Tod nicht schauen.

5. Chor

Ich bitt, o Herr, aus Herzensgrund,
Du woll‘st nicht von mir nehmen
Dein heil'ges Wort aus meinem Mund,
So wird mich nicht beschämen
Mein Sünd und Schuld,
Denn in dein Huld
Setz ich all mein Vertrauen:
Wer sich nur fest darauf verlässt,
Der wird den Tod nicht schauen.

   

Transcription and version in modern German dedicated to Ms. Grażyna Banduch

Transkrypcja oraz wersja we współczesnym języku niemieckim dedykowana p. mgr Grażynie Banduch

Text contributed by: Marc Roderich–Pfau
Transcription by: Filip Adam Zieliński
Version in modern German by: Filip Adam Zieliński
Autor transkrypcji i wersji we współczesnym języku niemieckim: Filip Adam Zieliński (September, October 2018)
e-mail: mailto:f.a.zielinski@interia.pl
Contributed by Filip Adam Zieliński (October 2018)

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